Potenzialfokussierung

Das Potenzial (lat. potentialis - nach Vermögen, von potentia Macht, Kraft, Leistung) beschreibt die in einem System oder einer Person innewohnende Fähigkeit, Macht, Kraft zur Verrichtung einer Aufgabe.

Das Leistungsvermögen eines Beschäftigten, gleich welcher Funktion (auch von Führungskräften), das sich ergibt aus Kenntnissen, Fertigkeiten, Wertorientierungen und der Handlungsbereitschaft, umfassend das, was als Grundlage für das Verhalten und für die Leistung vorhanden ist, unabhängig davon, ob es (mangels Motivation oder Gelegenheit) genutzt wird oder werden kann. Dabei sind "Schlüsselqualifikationen" diejenigen Elemente des Potenzials, die es dem Mitarbeiter ermöglichen, sein eigenes Potenzial weiterzuentwickeln. Potenzial führt nicht automatisch auch zu entsprechender Leistung

Können (= Potenzial) wird erst durch Wollen und Dürfen zu Leistung.

Potenzialfokussierung kann als ein Prozess des Beschreibens und Beobachtens, bei dem das Hauptaugenmerk auf die noch nicht vollends umgesetzten Möglichkeiten gerichtet wird, definiert werden.

Ergänzend zur weit verbreiteten Meinung, dass es für das Gelingen von Prozessen entscheidend ist, WAS getan wird, wird in der Potenzialfokussierung primär auf die (möglichen) AUSWIRKUNGEN geachtet.

Potenzialfokussierung wird als Prozess, bei dem das Hauptaugenmerk (Fokus) auf die noch nicht vollends umgesetzten Möglichkeiten (Potenziale) gerichtet wird, definiert. An der Volksschule Itter wird nach dem dort 2010 entwickelten Konzept der „Potenzialfokussierten Pädagogik“ gearbeitet. Es werden dabei nicht nur die Potenziale der Lernenden im schulischen Kontext genutzt, sondern besonders auch jene der Lehrpersonen und aller anderen im Schulsystem (Eltern, Reinigungspersonal, Schulpartner, ...) Beteiligten.

Die Unterschiedsbildung

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff „Unterschied“ als der Nicht-Übereinstimmung zweier Objekte (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Unterschied) verwendet. Das Erkennen eines Unterschieds geschieht durch den subjektiven Akt des Vergleichs, der Unterscheidung. Um erkannt zu werden, muss der Unterschied die Unterschiedsschwelle überschreiten.

 

Ein Unterschied besteht permanent in einer bestimmten Hinsicht. Alltagssprachlich ist oft die Rede von "dem" Unterschied zwischen zwei Dingen. Tatsächlich gibt es eine praktisch unbegrenzte Anzahl von verschiedenen Hinsichten, in denen ein Unterschied (oder eine Gemeinsamkeit) besteht.