Hausübungen

Die Hausübung ist im Schulunterrichtsgesetz klar geregelt:

SchUG §17(2):

Zur Ergänzung der Unterrichtsarbeit können den Schülern auch Hausübungen aufgetragen werden, die jedoch so vorzubereiten sind, daß sie von den Schülern ohne Hilfe anderer durchgeführt werden können. Bei der Bestimmung des Ausmaßes der Hausübungen ist auf die Belastbarkeit der Schüler, insbesondere auf die Zahl der Unterrichtsstunden an den betreffenden Schultagen, die in den übrigen Unterrichtsgegenständen gestellten Hausübungen und allfällige Schulveranstaltungen Bedacht zu nehmen. Hausübungen, die an Samstagen, Sonntagen oder Feiertagen oder während der Weihnachtsferien, der Semesterferien, der Osterferien, der Pfingstferien oder der Hauptferien erarbeitet werden müßten, dürfen - ausgenommen an den lehrgangsmäßigen Berufsschulen - nicht aufgetragen werden.

Um dieser Vorgabe gerecht werden zu können, wird mit individuellen Vereinbarungen gearbeitet.
"Was zahlt sich von dem, was du heute oder in den letzten Tagen gelernt und geübt hast für dich aus, heute am Nachmittag noch mehr zu üben?"

Am nächsten Schultag werden die Übungen mit den Lernenden individuell besprochen und auf die Auswirkungen geachtet.


 

Warum gibt es in der Existenziellen oder Potenzialfokussierten Pädagogik KEINE Hausübungsgutscheine?

Hausübungsgutscheine sind, wenn man die Wirkungen betrachtet,

  • pädagogisch,
  • organisatorisch,
  • sozial,
  • methodisch und sogar
  • gesetzlich

sinnbefreit.

Pädagogisch

  • braucht es keinen Gutschein für etwas, das nützlich ist und das  eigenverantwortlich mitbestimmt werden kann.

Oranisatorisch

  • kann jeden Tag das Ausmaß individell vereinbart werden. Auch das Ausmaß "Heute ist nur wenig Zeit für weitere Übungen vorhanden" ist nachvollziehbar.

Sozial

  • kann die Anzahl der (sinnbefreiten) Gutscheine zu weiteren Selektionsmechanismen führen.

Methodisch

  • ähneln Hausübungsgutscheinen einen trivialen Belohnungssystem (vgl.: Menüpunkt: Belohnungen)

Gesetzlich

  • sieht der §17 (2) das Arbeiten mit verpflichtenden Hausübungen nicht vor - Gutscheine signalisieren eine Verpflichtung dafür.

 

Ein wesentliches Merkmal für Unterrichtsqualität ist das sinnorientierte Lernen. Hausübungsgutscheine sind daher meist ein klares Merkmal dafür, das dieses Merkmal noch nicht klar ersichtlich vorhanden ist.