Grundlagen der Potenzialfokussierten Pädagogik

In den nächsten Wochen sollen die folgenden Fragen, die uns bei Hospitationen, Workshops, Seminaren, Fortbildungen und Vorträgen immer wieder gestellt werden, an dieser Stelle beantwortet werden. Sollten noch weitere Fragen zur Potenzialfokussierten Pädagogik auftauchen, die Sie gerne beantwortet haben wolle, bitten wir um eine Nachricht an wurzrainer@pf-paedagogik.org


Muss in Schulen "Potenzialfokussiert" gearbeitet werden?

Wenn Lehrpersonen die Ansätze, Möglichkeiten und Auswirkungen der Potenzialfokussierung kritisch geprüft haben, beantwortet sich diese Frage von allein;Die Potenzialfokussierte Pädagogik versucht alle zeitgemäßen und somit wissenschaftlich und praktisch erprobten Methoden und Haltungen zu verbinden.

Aufbauend auf die Haltung der Personalisierten Pädagogik werden durch das reflektierte Wechseln von Perspektiven und Beschreiben von Ist-Soll-Unterschieden einfache Signale für leichte Veränderung visualisiert.

Erfahrung kann auch heißen, denselben Fehler mit immer größerer Überzeugung zu machen!

Professionelle Pädagogik weiß, dass das Gleichmachen von Menschen, das Selektieren und das extrinisische Motivieren falsch ist. Anstelle davon sollte aufbauend auf die Personalisierte Pädagogik "Potenzialfokussiert" gearbeitet werden.


Woher kommt diese Form der Pädagogik?

Rückmeldungen aus der Wirtschaft, Ergebnisse von Studien, der Vergleich bei Pisa und weitere Faktoren sprechen eine deutliche Sprache: Das gegenwärtige Bildungssystem in Österreich gelingt noch nicht wirklich nachhaltig.
Daher wird seit Jahren im Schulsystem versucht durch Reformen die Ergebnisse zu verbessern.

Der wirksamste Schlüssel ist die Steigerung der Qualität von Unterricht.Durch das Formulieren von positiven Unterschieden wird seit 2010 an der VS Itter konsequent darauf geachtet und dabei neue Formen der Interaktion in der Pädagogik entwickelt.

Nach einem Besuch 2012 aus Wien von Dr. Günter Lueger und Veronika Kotrba, MC entstand aus Beobachtung, Theorie und Praxis der Überbau der Potenzialfokussierten Pädagogik.

Über das Institut für PFP in Wien wird diese Form der Pädagogik durch Seminare, Workshops und Lerngänge national und international weiter verbreitet.

http://www.pf-paedagogik.org/


Früher haben wir in der Schule auch alles gelernt - Warum muss das jetzt anders sein?

- Wenn in der Schule mit den Ansätzen von früher immer noch gut gelernt wird, soll es auf keinem Fall geändert werden!

Die Zeit hat sich mit Sicherheit geändert: Anforderungen, Reize, Ziele, Haltungen und Werte sind andere als jene, die wir vor 25 oder 30 Jahren erlebten.
Die Prinzipien und Bedürfnisse sind und bleiben die gleichen:

Wir wollen unserem Sein einen Sinn geben.

Die Schule hat den Bildungs-Auftrag. Die Bildung soll individuellen und sozialen Sinn ermöglichen.

Daher brauchen Bildungseinrichtungen eine qualitativ hochwertiges Nutzen der gemeinsamen Zeit. Diese Qualität kann generell an 3 Merkmalen beobachtet werden:

  • Organisation
  • Sinn und
  • Feedback und -forward

Wo und wie kann dieser Zugang gelernt werden?

Es werden Modulreihen, Seminare und Impulsveranstaltungen über die PHs angeboten.
Das Insitut für Potenzialfokussiert Pädagogik bietet diese laufend über:

http://www.pf-paedagogik.org/aus_und_fortbildungen/schule.html

an.


Wie übe ich die Potenzialfokussierte Sprache ein?

Durch Selbst- und Fremdbeobachtung kann dokumentiert werden, wie häufig es gelingt, die Formulierungen und Perspektiven der PFP im Alltag auszuprobieren. Noch günstiger ist die Beobachtung der Auswirkungen dieser Handlungen.


Ist die Potenzialfokussierte Pädagogik auch entwas für schwache Schülerinnen und Schüler?

Wenn in der Pädagogik Lernende nicht mehr mit schwach und stark, richtig und falsch oder schlimm und brav beschrieben werden, ist der Weg frei für nächste, kleine gelingende Schritte.


Wie spreche ich mit schwierigen Schülerinnen und Schülern?


Wie können Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichem Leistungsvermögen konstruktiv miteinander arbeiten?


Gibt es einen Morgenkreis in der Früh?

Wenn es sinnvoll oder zweckdienlich ist, werden sich Schüler_Innen gemeinsam mit Pädagoginnen und Pädagogen für ein Gespräch oder ein kurzes Statement zusammensetzen - meist ist dies allerdings nicht notwendig.


Wie sieht der tägliche Schulbetrieb aus?

siehe - =>Täglicher Schulbetrieb <=


Wie kann ichden Ordnungsrahmen in meiner Klasse verbessern?


Wie gehe ich mit zu wenig Raum in der Klasse um?


Gibt es Phasen zum Austoben?


Wie lange dauert es, bis die Erstklassler ankommen?


Wie kann ich die Potenzialfokussierte Pädagogik anwenden, wenn die Schülerinnen un Schüler keine Deutschkenntnisse haben?


Wie löse ich Konflikte?


Warum beginnt der Unterricht an der VS Itter nicht um 9:00 Uhr?


Wie behalte ich als Lehrperson oder als Elternteil den Überblick über die Leistungsentwicklung der Lernenden?


Wie gehe ich mit unterschiedlicher Arbeitsgeschwindigkeit der Schülerinnen und Schüler um?


Wie kann sinnvoll gelernt werden?


Wie stelle ich mehr Konktakt zu den Schülerinnen und Schülern her?


Wie groß sind eure Klassen?


Wie schnell stellen sich die Kinder auf das neue System ein?


 Wie motiviere ich die Schülerinnen und Schüler?


Wie schaffe ich Zeit für Spontanes?


Wann machen die Schülerinnen und Schüler Pause?


Wieso erklärt die Lehrperson den Schülerinnen und Schülern nicht einfach, wie es geht?


Ich frage mich, warum die Nützlichkeit, der Sinn und die Auswirkungen im Zentrum stehen?


Wie bringe ich alle Schülerinnen und Schüler ins Boot?


Wie kann zeitgemäß und sinnvoll Leistung bewertet werden?


Wie passt Individualisierung und Leistungsbeurteilung zusammen? Schülerinnen und Schüler müssen doch alle das gleiche Lernniveau erreichen!


Wie reduziere ich den Notendruck?

Wenn Leistungen der Lernenden weniger beurteilt sondern gemeinsam bewertet , diese dokumentiert, reflektiert und präflektiert werden, entsteht bei der Noten"gebung" (es muss: Notenfixierung oder -berechnung heißen) aus all diesen Werten kein Druck. Der Druck entsteht durch das Wollen des "Nicht-Möglichen". Wenn für den Lernenden des von anderen Beteiligten geforderte "Notenergebnis" nicht erreichbar ist, wird sinnloser Druck aufgebaut. Dieser verschindet, wenn nächste mögliche Schritte verbindlich vereinbart werden.


Wie komme ich zu einer gerechten Note?

Wenn Bildungseinrichtungen es nicht mehr brauchen, eine Jahresleistung in einem einzigen Wert auf einer Skala von 1 bis 5 abzubilden und diesen einzigen Wert mit dem Wert eines anderen zu vergleichen, stellt sich diese Frage nicht mehr wirklich. Es ist unmöglich in einer Zahl oder in einem Buchstaben die Komplexität der Jahresleistung abzubilden. Es ist aber möglich und die Verpflichtung von Bildungseinrichtungen, individuelle Leistungsunterschiede zu visualisieren, zu reflektieren und daraus mögliche nächste Entwicklungsschritte zu formulieren.


Wie gebt ihr in der Potenzialfokussierten Pädagogik Schularbeiten? Gibt es eigentlich noch Tests?

#Schularbeiten:

 

#Tests:

 

#Lernzielkontrollen:

 


Warum unterrichten nicht alle Lehrpersonen in Tirol nach der Potenzialfokussierten Pädagogik?

Für diese Frage kennen wir die Antwort nicht. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass jene, die sich für Lernen, Unterricht, Bildung und Qualität interessieren, leichter ihre Zielbilder über die Haltung und die Werkzeuge er PFP erreichen.


Wie erkläre ich den anderen Kindern, dass SPF-Kinder anders unterrichtet werden?


 

Wie findet Kollegiale Beratung im Lehrerteam statt?


Wie bleibe ich gelassen?


Wie viel Spaß muss in der Schule sein?

 


Literaturnachweis